Es ist wieder Freitag. Seit Wochen polarisieren die Medikamente die Doktor Kaete Facebook- Gemeinde.

Du kannst Dir diesen Beitrag vorlesen lassen:

„ADHS gibt es nicht.“  „ADHS gibt es doch.“

„ADHS Medikamente machen funktionierende Zombiekinder.“

„ADHS Medikamente helfen, wieder zu funktionieren.“

Ziemlich heftige und sehr persönliche Diskussionen laufen da.

Egal, wie man es nennt, egal, welche Meinung jemand darüber hat- die Betroffenen, ob nun diagnostiziert oder nicht diagnostiziert, sie erleben, was mit ihnen vor sich geht und dass sie irgendwie anders sind. Die meisten stehen nicht so positiv zu diesem Durcheinander.

Selbstwahrnehmung erfordert eben entweder eine Menge Erfahrung oder eine Menge Übung. Ohne professionelle Begleitung kommt man oft nur zu einem trotzigen „Na Und“ oder zur stillen Entschuldigung sich selbst gegenüber.

Egal, ob ADHS als Modekrankheit bezeichnet wird, als schlechte Erziehung oder noch auf dem Totenbett vom „Erfinder“ korrekter definiert wurde – die Symptome sind einfach da und es ist egal, ob sie „ADHS“ genannt werden- sie sind einfach da.

Wie fühlt es sich an, ADHS ohne Medikamente zu erlernen und damit gern „zu funktionieren“?

Wie erklärt es Doktor Kaete, dieses „ADHS ohne Medikamente“?

In der Facebook- Diskussion auf unserem Doktor Kaete Kanal machen sich vorrangig Eltern um Kinder Sorgen.

Bei Doktor Kaete sind es tatsächlich auch zunächst die Eltern, die zu Beginn einer möglichen Behandlung der Kinder in die Elternweiterbildung gehen.

Ich bin mit meinen beiden Kindern seit über 20 Jahren in der Praxis von Doktor Kaete.

Auf Grund der vielen guten und oft verblüffenden Erfahrungen bin ich nun schon seit August 2010 außerdem Doktor Kaete Assistentin und unterstütze sie dabei, die geballte Ladung Wissen und Power in Life Kursen und vor allem auch online im Internet möglichst Vielen zugänglich zu machen.

So kann ich berichten, was in der Elternweiterbildung Interessantes passiert.

In der Elternweiterbildung geht es  zunächst darum, zu erkennen, wie ADHS aus der Sicht der Betroffenen funktioniert. Wie sieht die Welt aus der Sicht eines ADHS- Menschen aus?

Es geht um die immer wiederkehrenden Abläufe, die sich Doktor Kaete in ihrer langjährigen Praxis zeigten.

In der Elternweiterbildung geht es zunächst gar nicht um die hochindividuellen Verläufe und Erscheinungsformen von ADHS, sondern erst mal nur um die Erscheinungsformen, die für viele ADHS- Menschen ganz typisch sind.

Aber schon im Verlaufe dieses Eltern- Erst- Vortrages werden oft leise Taschentücher herumgereicht, weil die Eltern schon nach 45 Minuten viele Dinge klar aus Sicht ihres Kindes sehen können und erste Ansätze spüren können, um ihren Kindern und sich selbst zu helfen.

Wie  wird das gemacht, dieses „ADHS ohne Medikamente“?

Zauberei?

Marina Barry
Öl auf Papier – Marina Barry Berlin Neukölln

Nein, es hat zwar eine gewisse Magie, wenn die ersten spürbaren liebevollen Änderungen des Kindes stattfinden, ohne dass nach der  Elternweiterbildung oder einem Kurs auch nur ein Wort mit dem Kind gewechselt wurde. Viele Eltern berichten, dass das Kind schon am nächsten Morgen irgendwie zugänglicher war.

Aber letzten Endes geht es in den Kursen, Übungen und Weiterbildungen um klare einzelne und gemeinsame Erfahrungen und immer und immer wieder um spielerisches Lernen und Üben.

Und wie lernen Kinder?

Lernen funktioniert im Wesentlichen nicht durch erzählen, sondern durch abkucken und NACHMACHEN.

Da liegt der größte Knackpunkt für die Eltern!

Wie lerne ich, wie man`s am besten VORMACHT?

Und wie kann mir das selbst Spaß machen?

Was macht also so eine Herangehensweise aus?

Zu Beginn und im gesamten Verlauf einer Behandlung stehen irgendwelche Medikamente bei Doktor Kaete nicht im Vordergrund.

Manchmal kommen Menschen in die Praxis, die überzeugt sind, dass nur noch Medikamente die einzige Lösung sein können. Das Umfeld der Kinder hat quasi das Urteil schon gefällt. Verzweifelte Lehrer „überweisen“ das Kind fast selbst zum Psychiater, um es endlich den Funktionspillen zuzuführen.

Das andere Extrem sind Eltern, deren Zustand schon sehr dünnhäutig ist, aber deren Kind auf gar keinen Fall mit den Medikamenten in Berührung kommen soll.

Zwischen allen Wünschen, auch und vor allem den Wünschen der Kinder selbst und mit dem langjährigen Doktor Kaete Erfahrungspool wird ein ganz individueller Weg gefunden.

Die gute Mischung besteht aus

Ergotherapie, dem tiefem Verstehen,  wie es dem Kind geht, der Beratung der Eltern, dem Training für die Eltern für sich selbst, damit sie besser „vormachen“ können sowie immer der Abstimmung mit der Schule und den Therapeuten. Das führt oft auch völlig ohne Medikamente zu einem gangbaren Weg an allen Lebens “fronten“.

Typisch für Doktor Kaete ist, dass sie alle notwendigen Menschen aus dem Umfeld des Kindes „am Kind“ zusammenbringt, damit alle Beteiligten miteinander gesund und reibungsarm leben können.

Über große Strecken sind die Kinder erst mal gar nicht mehr anwesend, nachdem die schulmedizinischen Vor- Untersuchungen und die gründliche Begutachtung der Wesenseigenschaften des Kindes abgeschlossen sind.

Die Kinder sind nicht dabei, verändern sich aber trotzdem, obwohl sie gerade aktuell nicht er- zogen oder vielleicht aus lauter Verzweiflung „verzerrt“ werden. Aber sie spüren einen Halt und ein Fundament.

Erst, wenn nach der umfassenden Fokussierung der Aufmerksamkeit die Lebensqualität des Kindes (oder auch eines betroffenen Erwachsenen) noch nicht ausreicht, werden Medikamente in Erwägung gezogen und eingesetzt.

Jetzt macht es die Dosis, ob der ADHS- Mensch ein netter kühl funktionierender „untoter Zombie“ wird, den seine Freunde nicht mehr erkennen oder ein kreativer Hochintelligenzler, der mit seinen „Wissens- und Bewegungswaffen“ zum Wohle aller umgeht.

Eine sehr genaue Beobachtung und Kenntnis ist nötig und eine regelmässige Absprache sowie ein vertrauensvolles Verhältnis und ein großer Respekt gegenüber dem Kind sind notwendig, damit es seinen Zustand immer wieder so gut wie möglich beschreiben mag. Keine Überdosierung, keine Roboter, sondern genaues Einsetzen von Medikamenten in richtiger Höhe und zum richtigen Zeitpunkt. Dranbleiben an der Entwicklung des Kindes und dann auch möglichst wieder die Rückdosierung der Medis, wenn die Entwicklung entsprechend verläuft.

Kinder sagen genau, wo sie stehen, können den Effekt bestimmen, einschätzen und nutzen, weil sie ihn selbst spüren.

Die Meinung über das eigene Gefühl, wenn man dann die Kinder fragt, lautet oft: „Jetzt macht mir die Schule Spaß, jetzt können die Medis auch wieder abgesetzt werden oder weniger werden.“

Eine Möglichkeit der Behandlung ohne Medikamente ist ein mentales Trainingsprogramm, bei dem die Kinder ihre Aufmerksamkeit fokussieren lernen. Sie lernen, sich in einer Art Trance zu fokussieren, wie es Leistungssportler machen.

Die Fokussierung wird immer wieder geübt.

Für einen Wettkampf fokussieren und erfahren sie  z.B., wie sie als Gewinner durchs Ziel gehen.

Dabei ist es für das Gehirn egal, ob es das wirklich erlebt hat oder nur in der Trance der Sieger war.

Man kann also seinen „inneren Garten“ mit eigener Kraft Stück für Stück umgestalten. Kinder sind darin viel besser und schneller als Erwachsene, in der Vorstellung zu arbeiten. Davon können die Erwachsenen viel lernen.

Den Elternabend bietet Doktor Kaete nun auch online an, weil die Zeitersparnis für alle groß ist. Für mehr Informationen hier klicken!

Im Gegensatz zum Lifeabend hat die Sache noch den Vorteil, dass man sich Doktor Kaete “einteilen“ kann. Die Weiterbildung kann abschnittsweise und sogar mit der ganzen Familie angesehen werden.

Kinder können das eigene Interesse lernen, an sich selbst und an ihren Fähigkeiten. Für Adhler ist ein „Spiegel“ ganz wichtig, sich wie im Spiegel anzuschauen, sich zu danken und sehen, wer ich bin.

Das erweckt die eigene Stabilität und Kraft.

ADHS ohne Medikamente - Uta Thiecke
Uta Thiecke – Mutter

Alles Lernen und Üben hat also Eines zum Ziel:

Lernen, im Unbewussten Dinge zu tun, die ich dann im Bewussten mühelos und Schritt für Schritt umsetzen kann!

Titelbilder: Öl auf Papier von Marina Barry

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Beitrag von Uta Thiecke (FB) zum Thema ADHS ohne Medikamente